Escryma Historie

Die Kampfkünste der philippinischen Inseln sind fest mit den Kulturen, den Traditionen und der Geschichte dieses Volkes verwurzelt. Die Ursprünge und die Wurzeln gehen auf die Vorzeit (Altertum) zurück, aber viele Aspekte ihrer Geschichte und ihrer Entwicklung bleiben im Verborgenen, schwirren zwischen Legenden und Mythos.

I.S.M.A.-Escryma ist eine Kampfkunst/Selbstverteidigung, die sich aus den philippinischen Traditionen des freien Kampfes entwickelt hat. Es handelt sich hierbei um einen kompletten Kampfstil, der die 3 Distanzen (lang, mittel, kurz) beinhaltet.

I.S.M.A.-Escryma ist speziell wegen seiner hoch entwickelten Waffentechniken, mit Stock und/oder Messer, bekannt. Der Stil ist fließend, explosiv und kompromisslos, die Massendynamik (Gesetze der Physik) nutzend.

Escryma kennt keine Altersgrenze und kann von jedem ausgeübt/erlernt werden.

I.S.M.A.-Escryma beinhaltet unter anderem:

  • einfacher Stockkampf – doppelter Stockkampf
  • Messerkampf
  • Langstock
  • Tonfa
  • Schwert- und Messerkampf
  • Nervenstock
  • Waffenloser Kampf
  • den Gebrauch alltäglicher Gegenstände

I.S.M.A. – Escryma
dynamischer, philippinischer Stockkampf

 

Einzel – / Doppelstock

Die Basistechniken des Systems werden mit Stöcken (Rattan oder Hartholz) erarbeitet und eingeschliffen. Angriffstechniken sowie Blockschläge werden in Verbindung mit Schrittarbeit eintrainiert. Man entwickelt hervorragende Reflexe und kann die Techniken auf alltägliche Gegenstände oder waffenloses Kämpfen übertragen.

Tonfa

Der von Polizeikräften als Mehrzweckeinsatzstock bezeichnete Tonfa ist eine vielseitig einsetzbare Waffe. Vor allem defensive Blocktechniken können damit ausgeführt werden. Schlag-, Hebel- und Kontrolltechniken können vor allem von Sicherheitskräften effektiv eingesetzt werden.

Stock / Messer

Auch Espada e Daga genannt, schult den Einsatz von zwei unterschiedlich langen Waffen. Spezielles Distanzvermögen und Beinarbeit sind beim Anwenden der Techniken entscheidend. Das Zusammenspiel von Stock und Messer erhöht nochmals die Anforderungen an die Koordinationsfähigkeit des Escrymadoren.

Macheten

Mit dieser Art von Waffe werden weniger Blocktechniken als vielmehr direkte Schnitttechniken zu den Armen und zum Körper des Gegners ausgeführt. Dies erfordert die Fähigkeit mit den Kampfdistanzen zu „spielen“. Ein gutes Auge für Angriffswinkel ist unabdingbar.

Messer

Diese effektive Nahkampfwaffe erfordert besonderes Geschick in der Anwendung. Wie bei allen Klingenwaffen hat man einen natürlichen Respekt vor Messern. Angriffe zu vitalen Punkten, sowie deren Konter stellen hohe Ansprüche an Schnelligkeit und Koordinationsfähigkeit des Anwenders.

Palmstick

Als Palmstick oder Nervenstock bezeichnet man einen kleinen ca. 15-20 cm langen Stock aus Rattan, Hartholz oder Tierhorn. Er ist eine sehr effektive Nahkampfwaffe mit der Schläge zu Knochen, Gelenken oder Nervenpunkten ausgeführt werden.

Langstock

Der Umgang mit dem Langstock fördert das Verständnis für lange und schwere Waffen. Vor allem der Körpereinsatz spielt in diesem Zusammenhang eine tragende Rolle. Die lange Kampfdistanz wird bevorzugt trainiert.

I.S.M.A. – Escryma ist eine effektive Selbstverteidigung und die Erfahrung zeigt, dass immer mehr Waffen bei Auseinandersetzungen zum Einsatz kommen.

Ein Escrymador kennt sich mit den verschiedenen Waffen aus und kann solche Situationen besser einschätzen und entsprechend reagieren. Aber auch der Kampfkunstaspekt spielt eine wichtige Rolle. Das „Eins“ werden mit der Waffe und ihrem perfekten Handling begeistert und motiviert viele dazu I.S.M.A. – Escryma zu trainieren.

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